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07.08.2017

Kinder- und Jugendrehabilitation geht künftig ambulant

Gesetzesänderung schafft neue Optionen für Reha-Leistungen bei Kindern und Jugendlichen

Rehabilitative Leistungen für Kinder und Jugendliche werden zur neuen Pflichtleistung der Deutschen Rentenversicherung. Auslöser ist das Flexirentengesetz des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Ein Baustein darin ist, die Reha für chronisch-kranke junge Menschen um ambulante und nachsorgende Angebote zu ergänzen. Bei einer wohnortnahen Versorgung könne laut der Deutschen Rentenversicherung (DRV Bund) anders als bei einer rein stationären Reha-Leistung das Umfeld des Kindes intensiver einbezogen werden. Nachsorgende Leistungen könnten helfen, den erreichten Reha-Erfolg langfristig zu sichern.

Etwa 16 Prozent der unter 17-Jährigen leiden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts an einer chronischen Erkrankung. Knapp ein Viertel der Kinder und Jugendlichen erhielten wegen psychischen Verhaltensauffälligkeiten eine Rehabilitation. Rund 19 Prozent von ihnen litten an einer Adipositas, 17 Prozent an Asthma und jeweils rund acht Prozent hatten entweder Hautprobleme oder Atemwegserkrankungen. Das Flexirentengesetz kappt auch den sogenannten „kleinen Reha-Deckel“, der die Ausgaben bislang begrenzte. Ergänzende Leistungen wie etwa die Mitnahme einer Begleitperson oder Reisekosten können dann ebenfalls von der DRV übernommen werden.

Quelle: Kommunikation | Gesundheit | Netzwerk (www.komm-gesund-netz.de)