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07.09.2017

"Suizide lassen sich verhindern"

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zum Welttag der Suizidprävention am 10. September 2017

Anlässlich des Welttages zur Suizidprävention ruft DGPPN-Präsident Professor Arno Deister dazu auf, der Prävention von Suiziden höchste Priorität beizumessen: „Alle 40 Sekunden stirbt irgendwo auf der Welt ein Mensch an Suizid. Noch weit mehr Menschen versuchen sich das Leben zu nehmen. Suizide treten in allen Altersstufen auf und verursachen mehr Tode als alle Kriege und Naturkatastrophen zusammen. In vielen Ländern ist die Suizidrate dramatisch hoch und liegt bei über 20 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die jüngsten Statistiken der WHO machen betroffen und zeigen, dass die Suizidprävention im Gesundheitswesen einen noch größeren Stellenwert einnehmen muss. Denn Suizide lassen sich verhindern: In Deutschland stehen bis zu 90 Prozent der Suizide in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung, für die es effektive Therapien gibt."

Das Thema "Suizid" ist auch Schwerpunkt auf dem Weltkongress der Psychiatrie, der vom 8. bis 12. Oktober 2017 in Berlin stattfindet. Die internationale Forscherszene auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit trifft sich u. a. zu diesen Themen: Können sich Stress und Angst in das menschliche Erbgut einbrennen? Kommt die moderne Bildgebung schon bald den Ursachen vieler psychischer Erkrankungen auf die Spur? Welche Chancen bieten Apps bei der Therapie von Depressionen?

Weitere Informationen: Pressemitteilung

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)