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21.12.2017

Qualitätsmängel im Krankenhaus: Patientenorganisationen dürfen keine Qualitätskontrollen beauftragen

Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss kritisiert die Ablehnung des Antrags auf Erteilung von Prüfaufträgen

Qualitätsmängel in Krankenhäusern sollen laut Gesetzgeber künftig entschiedener verfolgt werden. Dazu wurde der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) verpflichtet, in einer Richtlinie u.a. zu regeln, wer den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit einer Prüfung der Qualität beauftragen kann. In seiner Sitzung hat der G-BA den Antrag der anerkannten Patientenorganisationen, dass auch sie Prüfaufträge stellen dürfen, abgelehnt.

"Dieser Antrag war berechtigt, denn Patientinnen und Patienten sind diejenigen im Gesundheitssystem, die ein wirklich existenzielles Interesse an der Einhaltung von Qualitätsanforderungen haben. Und sie sind auch diejenigen, die Qualitätsmängel hautnah erfahren und darüber berichten können. Innerhalb der Patientenorganisationen werden diese Erfahrungen ausgetauscht und aufbereitet", so Prof. Dr. Ingo Heberlein vom Sozialverband Deutschland e.V. Die heutige Entscheidung des G-BA ist aus Sicht der Patientenvertretung bedauerlich, denn Patientenorganisationen seien der ideale Auftraggeber zur Überprüfung von Krankenhäusern, um die Durchsetzung von Qualitätsanforderungen zu erreichen.

Die Pressemitteilung der Patientenvertretung im G-BA im Wortlaut