Seite drucken Sie befinden sich hier:  HOME  /  Aktuelles  /  Nachrichten
20.07.2017

Enttäuschung bei Lipödem-Betroffenen – Liposuktion noch lange nicht Kassenleistung

Pressemitteilung zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

Nach langer Beratung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) heute gegen den Antrag zur Aufnahme der Liposuktion (Fettabsaugung) als Kassenleistung entschieden. Es wurde jedoch ein Potenzial für einen Nutzen der Liposuktion anerkannt. Eine Erprobungsstudie soll nun den Nutzen der Methode belegen.

Die Patientenvertretung konnte sich mit ihrem Antrag zur Aufnahme der Liposuktion in den Leistungskatalog der Krankenkassen heute nicht durchsetzen. 2014 hat die Patientenvertretung den Bewertungsantrag zur Überprüfung dieser Methode gestellt. „Wir sind sehr enttäuscht über die Entscheidung, da die Liposuktion bei Lipödem die einzige wirksame Methode ist, um diese schwere Fettverteilungsstörung zu behandeln. Natürlich sind wir auch für eine sehr gute Datenlage, aber in diesem Fall ist der positive Effekt des Fettabsaugens eigentlich fast schon logisch und die vorliegenden bewerteten Daten reichen nach unserer Ansicht aus. Zudem ist die Methode relativ sicher. Sie ist die einzige kausale Therapie der starken Schmerzen, Blutergüsse, fast unerträglichen Spannungs- und Schweregefühlen der Arme und Beine und den sehr belastenden Bewegungseinschränkungen. Wir Betroffene wollen nicht mehr mit den Kassen und den Gerichten über eine Erstattung der Kosten streiten“, so Frau Tehler von der Lipödem Hilfe Deutschland e.V. Die Krankenkassen, Krankenhäuser und Ärzte haben jedoch Zweifel an dem Nutzen der Methode und verlangen weitere Erkenntnisse durch eine methodisch hochwertige Studie.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Weitere Informationen finden Sie hier: www.patientenvertretung.g-ba.de