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Andere Veranstaltungen

Für die DAG SHG, den Fachverband der Selbsthilfeunterstützung, führen die Einrichtungen NAKOS, KOSKON und das Selbsthilfe-Büro Niedersachsen Fortbildungen und Veranstaltungen zu verschiedenen fachpolitisch bedeutsamen Themen durch. Hier finden Sie ausgewählte Dokumentationen und Veranstaltungshinweise.

Zweitägige Fortbildung für wissenschaftliche Fachkräfte in Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros in Nordrhein-Westfalen am 7. und 8. November 2017 in Bergisch Gladbach

Informationen: www.koskon.de

KOSKON-Fortbildung für Verwaltungsfachkräfte aus Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros in Nordrhein-Westfalen am 18. und 19. Oktober 2017 in Recklinghausen

Informationen: www.koskon.de

KOSKON-Fortbildung für Verwaltungsfachkräfte aus Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros in Nordrhein-Westfalen am 27. und 28. September 2017 in Bensberg

Informationen: www.koskon.de

Veranstaltung des Selbsthilfe-Büros Niedersachsen in Kooperation mit dem Netzwerk Selbsthilfe in Bremen für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in niedersächsischen Selbsthilfeunterstützungseinrichtungen am 27. September 2017 in Hannover

KOSKON-Fortbildung für wissenschaftliche Fachkräfte aus Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros in Nordrhein-Westfalen am 27. Juni 2017 in Düsseldorf

Informationen: www.koskon.de

KOSKON-Fortbildung für wissenschaftliche Fachkräfte aus Selbsthilfe-Kontaktstellen und -Büros in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2017 in Düsseldorf

Informationen: www.koskon.de

Veranstaltungsreihe des Selbsthilfe-Büros Niedersachsen für Fachkräfte aus Selbsthilfekontaktstellen in Niedersachsen am 28. März, 16. Mai und 1. November 2017 in Hannover

Die Fortbildungen können als Paket mit allen drei Veranstaltungen oder jeweils als Einzelveranstaltungen gebucht werden:

Fortbildung 1 am 28. März 2017:
Psychische Erkrankungen erkennen und mit den Betroffenen angemessen umgehen

Fortbildung 2 am 16. Mai 2017:
Austausch zu Initiierung und Verstetigung von Selbsthilfegruppen psychisch Erkrankter

Fortbildung 3 am 1. November 2017:
Kreative Methoden in der Selbsthilfe für Gruppen mit psychisch Erkrankten

Informationen: www.selbsthilfe-buero.de

NAKOS Fachforum beim Kongress Armut und Gesundheit am 16. und 17. März 2017 in Berlin

Der angemessene Umgang mit Wirtschaftsunternehmen, insbesondere mit der pharmazeutischen Industrie und Heil- und Hilfsmittelherstellern ist ein wichtiges Thema für die gemeinschaftliche Selbsthilfe. Es geht darum, wie die Selbsthilfe ihre Ziele und Interessen wahren und wie sie Beeinflussungsversuche durch Dritte erkennen und sicherstellen kann, sich nicht vor fremde Karren spannen zu lassen. Wie gelingt es der gemeinschaftlichen Selbsthilfe unabhängig, selbstbestimmt und glaubwürdig zu bleiben?

Im Rahmen einer Projektförderung hat die NAKOS die Internetseite www.selbsthilfe-bestimmt-selbst.de aufgebaut und verschiedene Materialien veröffentlicht, um den sensiblen Umgang mit Sponsoring und Kooperationsangeboten von Unternehmen in der Selbsthilfe zu fördern. In dem Fachforum beleuchten die Referenten die Thematik aus ihren jeweiligen Blickwinkeln und geben Impluse zur Anregung einer sachgerechten Diskussion.

Referenten:
Dr. Ulrike Faber (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.v.)
Dr. Rolf Kühne (Mezis e.V.)
Rolf Blaga (Psorias Arbeitsgemeinschaft e.V.)

Moderation: Dr. Jutta Hundertmark-Mayser (NAKOS)

Informationen: www.armut-und-gesundheit.de

Fachtagung der Gesundheitsselbsthilfe NRW im Paritätischen und der KOSKON, Koordination der Selbsthilfe-Unterstützung in NRW, am 15. Februar 2017 in Dortmund

Mit der Tagung werden die Selbsthilfe–Landesverbände und Selbsthilfekontaktstellen in Nordrhein-Westfalen unterstützt, gemeinsam an vier Themen zu arbeiten, die bisher noch häufig getrennt bewegt werden. Ziel ist es, möglichst konkrete Ideen für gemeinsame Schritte zu entwickeln.

Informationen: www.paritaetische-akademie-nrw.de

NAKOS-Workshop vom 25. bis 27. November 2016 in Heidelberg

65 junge Leute entwickeln gemeinsam Visionen für die Junge Selbsthilfe

Informationen

Selbsthilfe-Jubiläumskongress des Selbsthilfe-Büros Niedersachsen am 2. September 2016 in Oldenburg

30 Jahre Arbeitskreis Niedersächsischer Kontakt- und Beratungsstellen im Selbsthilfebereich
25 Jahre Selbsthilfe-Büro Niedersachsen
25 Jahre Förderung der Selbsthilfe-Unterstützung durch das Land Niedersachsen

Informationen und Programm

Fachtagung des Selbsthilfe-Büros Niedersachsen am 26. Mai 2016 in Hannover

Jeder zweite Mensch wird am Ende seines Lebens pflegebedürftig sein. Das bedeutet auch: die Wahrscheinlichkeit, jemanden in der Familie zu pflegen, ist hoch.

  • Ist bei eingetretener Pflegebedürftigkeit ein zumindestteilweise selbstbestimmtes Leben überhaupt noch möglich und falls ja, wie?
  • Wo erhalten Betroffene Unterstützung, Beratung, Hilfe im Fall des Falles?
  • Hat sich an der Situation von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen durch die vielen Gesetzesänderungen wirklich etwas verändert?
  • Werden die Pflegebedürftigen oder die pflegenden Angehörigen anders als noch vor Jahren „behandelt“ und / oder beteiligt?
  • Welche Bedeutung kann die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für Menschen haben, die selbst pflegebedürftig sind oder ihre Angehörigen pflegen?
  • Welche Möglichkeiten zum besseren Einbezug der Interessen und Bedürfnisse bieten Selbsthilfe und Selbsthilfe-Unterstützung?

Die Tagung "Selbstbestimmt bei Pflegebedürftigkeit" bietet vielfältige Informationen und Möglichkeiten zur Diskussion. Betroffene und Profis aus den Bereichen Pflege und Selbsthilfe lernen sich kennen und tauschen sich aus.

Veranstaltungsort: Akademie des Sports, Landessportbund Hannover, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Programm und Anmeldung: www.selbsthilfe-buero.de

Fachtag von PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.V. in Kooperation mit der NAKOS am 5. Mai 2015 in Berlin

Bei Selbsthilfeförderung für Pflegende besteht noch erhebliches Entwicklungspotenzial

Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen brauchen verlässliche Strukturen und Anlaufstellen, um für gemeinschaftliche Selbsthilfe sensibilisiert und motiviert zu werden. Dies ist das Fazit eines Fachtages zur Förderung der Selbsthilfe im Bereich Pflege, der am 5. Mai 2015 in Berlin stattfand. Die Veranstaltung wurde vom Paritätischen Gesamtverbands in Kooperation mit der NAKOS durchgeführt.

Die Teilnehmer/innen waren sich einig, dass die Weiterentwicklung der Selbsthilfeförderung in der Pflege durch die Definition konzeptioneller Anforderungen befördert werden muss. Menschen in Pflege zu erreichen, zu ermutigen, ihre Selbsthilfepotenziale zu wecken und sie in ihrer Selbstorganisation zu unterstützen und zu begleiten sei eine notwendige und wichtige Aufgabe auf kommunaler Ebene, hieß es. Die Möglichkeiten der Förderung durch die sozialen und privaten Pflegekassen böten Chancen, die von den Ländern und Kommunen genutzt werden sollten.

Seit 2013 besteht die gesetzlichen Verpflichtung der sozialen Pflegekassen, 10 Cent je Versichertem und Kalenderjahr zur Förderung von Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen zu verwenden, die sich die Unterstützung von Pflegebedürftigen, von Personen mit erheblichem Betreuungsaufwand sowie deren Angehörigen zum Ziel gesetzt haben. Obwohl in fast allen Bundesländern die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen durch entsprechende Rechtsverordnungen geschaffen wurden, besteht noch erhebliches Entwicklungspotential: Von insgesamt 7,94 Millionen Euro, die 2013 von den Pflegekassen für Angebote der Selbsthilfe in der Pflege zur Verfügung standen, wurden von den Bundesländern nur 331.050 Euro explizit für die Selbsthilfeförderung verausgabt.

Die Dokumentation zum Fachtag ist abrufbar unter:
www.der-paritaetische.de/index.php?id=3927

NAKOS-Seminar in Kooperation mit dem AOK Bundesverband am 15. April 2014 in Berlin

Der wachsame Umgang mit Problemen des Datenschutzes ist für Selbsthilfeaktivitäten im Internet von höchster Wichtigkeit. Hoch sensible persönliche Daten von chronisch kranken und behinderten Menschen und von Menschen in schwierigen Lebenslagen sind besonders schützenswert. Anbieter von Internetangeboten für die Selbsthilfe tragen ethisch-moralische Verantwortung, die Privatsphäre ihrer Besucher/innen zu schützen. Es sind geeignete Maßnahmen zur Information und Aufklärung über Datenschutzprobleme zu treffen.

Dies sind die Kernbotschaften einer von der NAKOS (in Kooperation mit dem AOK Bundesverband) am 4. April 2014 in Berlin durchgeführten Veranstaltung zur Vermittlung von Medienkompetenz. Miriam Walther, Projektmitarbeiterin bei der NAKOS, veranschaulichte anhand prägnanter Beispiele den häufig sorglosen Umgang mit Datenschutzaspekten bei Internetangeboten der Selbsthilfe. Die NAKOS vermittelt Interessierte und Betroffene an seriöse Internetforen, die hohen Standards an den Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer/innen anlegen.

Der Experte für Datenschutzrecht Jan Schallaböck von iRights.law verwies auf die besondere Schutzwürdigkeit personenbezogener Daten in der Selbsthilfe. Hier ginge es häufig um hochsensible Informationen zu Erkrankungen und Diagnosen. Die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten sei durch technische und organisatorische Maßnahmen zu schützen.

Der Vertreter von verbraucher-sicher-online, Dr. Ishii, verdeutlichte die Mechanismen einer oft unbemerkt im Hintergrund von Websites ablaufenden gigantischen Datensammelmaschinerie. Die dabei an Werbeunternehmen oder Soziale Netzwerke wie Facebook übertragenen Informationen über die Besucher/innen der Websites könnten unter Umständen dazu führen, Rückschlüsse auf die Identität der Besucher/innen zu ziehen. Damit sei dieses als „Tracking“ bezeichnete Vorgehen für die Selbsthilfe besonders problematisch. Dr. Ishii schloss mit einem Aufruf zum Selbstdatenschutz und zur Datensparsamkeit.

Zum Selbstdatenschutz wurde empfohlen, Cookies regelmäßig zu löschen, einen Verbindungsanzeiger zu nutzen, um zu erkennen, ob und an wen Daten weiter gegeben werden oder von vorneherein anonym zu surfen.

Weitere Informationen unter: www.nakos.de

Gemeinsamer Workshop des Aktionsforums Gesundheitsinformationssystem (afgis) e.V. und der NAKOS am 20. März 2015

Die zweiteilige Veranstaltung befasste sich mit aktuellen Standards für die Internetpräsentation von Selbsthilfevereinigungen. Dabei wurde im ersten Teil dargestellt, worauf die jeweiligen Vereinigungen achten müssen, um beim Betrieb von Internetangeboten die erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen zu realisieren. Außerdem wurde erläutert, was zu tun ist, um die personenbezogenen Daten der Nutzerinnen und Nutzer zu schützen. Der zweite Teil gliederte sich in ein Starter-Angebot für Selbsthilfevereinigungen, die aktuell ein Internetangebot einrichten oder überarbeiten sowie ein Forum für bereits etablierte Angebote, die an der afgis-Qualitätsprüfung teilnehmen wollen.

Dokumentation zur Veranstaltung finden Sie unter:
www.afgis.de/netzwerk/workshops/selbsthilfe-rechtssicher-und-vertrauenswuerdig-online

KOSKON-Fachtagung am 11. November 2013 in Essen

Fachtagung bot Beiträge aus unterschiedlicher fachlicher und persönlicher Perspektive zum Thema Demenz, die in der Tagungsdokumentation in eindrucksvoller Weise dargestellt werden.

Rund 50 Teilnehmende trafen sich im Hause der BKK-NORDWEST zur Tagung. Sie kamen aus Selbsthilfe-Kontaktstellen, weiteren professionellen Einrichtungen und ebenso aus persönlicher Betroffenheit als demenziell Erkrankte oder pflegende Angehörige.

Der Experte zu Fragen des Älterwerdens Erich Schützendorf stimmte mit seinem engagierten und eindrücklichen Vortrag in das Thema ein. Er gab ein Plädoyer ab, menschliches Verhalten nicht auf vermeintlich funktionale und kognitive Verhaltensweisen einzuengen, sondern den Blick zu erweitern und auch anderen Ausdrucksweisen Sinnhaftigkeit zuzugestehen, sie zu akzeptieren und zu respektieren.
In weiteren Vorträgen wurden in NRW bestehende Unterstützungsstrukturen für demenziell Betroffene erläutert: Gerlinde Strunk-Richter stellte die Landesinitiative Demenz-Service NRW vor und führte die Netzwerk-Arbeit zwischen diversen Einrichtungen zu diesem Thema aus.

Nina Lauterbach-Dannenberg vom Landesverband der Alzheimer-Gesellschaften NRW beschrieb insbesondere das Projekt „Leben mit Demenz“, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Pflegende Angehörige zu unterstützen.
In einem anschließenden Podiumsgespräch kamen demenziell Betroffene und Pflegende Angehörige zu Wort, die ihre Erfahrungen in Selbsthilfegruppen schilderten. Der bei dem Podiumsgespräch mit Erfahrungen aus der Praxis vorgestellte Ansatz „Unterstützte Selbsthilfegruppe für Menschen mit Demenz“ wurde abschließend von Hilde Hartmann-Preis und Elke Riedemann weiter erklärt. Sie sind tätig beim Demenz-Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet, begleiten dort eine Unterstützte Selbsthilfegruppe und sind in der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Unterstützte Selbsthilfe für Menschen mit Demenz engagiert.

Die Tagungsdokumentation kann bestellt werden unter: www.koskon.de

NAKOS-Workshop am 16. September 2013 in Berlin

Seit einigen Jahren befasst sich die NAKOS intensiv mit der Bedeutung des Internets für die Selbsthilfe. Selbsthilfe im Internet ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, andere Menschen mit chronischen Erkrankungen oder schwierigen Lebensproblemen auf Selbsthilfegruppen aufmerksam zu machen. Sie bietet damit vielen Betroffenen die Chance, gemeinschaftliche Selbsthilfe als Bewältigungsstrategie kennen zu lernen. Es gibt eine Vielzahl an Angeboten zum Erfahrungsaustausch in Internetforen. Nur ein Teil dieser Foren sind jedoch Selbsthilfe-Internetforen, die von Selbstbetroffenen angeboten werden. Viele werden von kommerziellen Anbietern betrieben, deren Ziele häufig intransparent sind.

Seit November 2011 betreibt die NAKOS eine eigene Kommunikationsplattform für gemeinschaftliche Selbsthilfe im Web 2.0: selbsthilfe-interaktiv.de. Dort können sich Interessierte und Mitglieder aus Selbsthilfegruppen in öffentlichen Foren über generelle Fragen zur Gruppenarbeit austauschen. Zudem erhalten Hilfesuchende mit einer spezifischen Erkrankung oder Problemstellung Hinweise auf vertrauenswürdige Internetforen, die von Betroffenen betrieben werden. Für diese Selbsthilfe-Internetforen hat die NAKOS Kriterien entwickelt, nach denen sie die Angebote prüft.

Bei dem Workshop am 16. September 2013 in Berlin berichtete die NAKOS über ihre Erfahrungen zur "Selbsthilfe im Internet" und diskutierte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Belgien, Italien, Österreich und der Schweiz über Implikationen und Kooperationsmöglichkeiten mit Selbsthilfeunterstützer/innen aus anderen (deutschsprachigen) Ländern Europas.

Neben der Vermittlung von Grundlagen zum Thema Selbsthilfe im Internet, erläuterten NAKOS-Mitarbeiterinnen Hintergrund und Ziele ihrer Kommunikationsplattform www.selbsthilfe-interaktiv.de. Eine Vertreterin der Selbsthilfekoordination Bayern schilderte anschaulich Erfahrungen aus Sicht des Modellstandortes Bayern. Deutlich wurden die grenzüberschreitenden Möglichkeiten für die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch von Betroffenen mit Selbsthilfeanliegen über diese Website. Erste Überlegungen für eine länderübergreifende, gezielte Kooperation wurden erörtert und ein Folgetreffen vereinbart.

KOSKON-Fachtagung vom 26. September 2012 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Die Fachtagung beschäftigte sich mit der Bedeutung von Netzwerken, die einen immer größeren Stellenwert in unserem Gesellschaftssystem einnehmen. Mithilfe von Netzwerken lassen sich in vielen Bereichen des gesundheitlichen und sozialen Lebens hilfreiche Kommunikationsstrukturen aufbauen, die allen Beteiligten von Nutzen sind.

In zwei Vorträgen wurde der Stellenwert von Netzwerken erläutert und dargestellt, wie Netzwerke funktionieren, wie sie aufgebaut und geführt werden. Die anschließenden Workshops machten in ihrer Vielfalt deutlich, dass das Themenspektrum des Netzwerkens breit gefächert ist und hier zielführend die verschiedensten Selbsthilfe-Bedürfnisse bearbeitet werden können.

Mit der vorliegenden Dokumentation möchte KOSKON NRW dazu beitragen, Selbsthilfe-Netzwerke unterschiedlichster Ausprägung als Instrument der Selbstorganisation vorzustellen. Außerdem soll hiermit das Wissen um den Auf- und Ausbau von Netzwerken und deren Nutzen erweitert werden.

Fachtagung des Selbsthilfebüros Niedersachsen am 16. März 2012 in Hannover

Selbsthilfeangebote im Web 2.0 eröffnen Möglichkeiten schneller Kontaktaufnahme und Informationsbeschaffung. Ratsuchende können dabei (relativ) anonym bleiben, so dass sich Hemmschwellen leichter überwinden lassen. Es können Personen erreicht werden, die aus zeitlichen Gründen oder aufgrund von Mobilitätseinschränkungen keine Möglichkeiten zum Aufsuchen von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen haben.

Zu dieser Gruppe gehören auch Ratsuchende mit sehr seltenen Erkrankungen oder Problemlagen, für die in der physischen Welt keine erreichbaren Angebote zur Verfügung stehen. Die Umsetzung virtueller Selbsthilfe erfordert jedoch bei Anbietern und Ratsuchenden ein gewisses Maß an Medienkompetenz. Computervermittelte Kommunikation ist anderen Regeln unterworfen als die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht. Herausforderungen wie die nutzerorientierte Umsetzung von Web 2.0-Funktionalitäten, Wahrung des Datenschutzes und Beachtung zahlreicher weiterer gesetzlicher Bestimmungen sowie die barrierefreie Umsetzung von Internetangeboten werden immer komplexer.

Die Fachtagung am 16.03.2012 gab einen Überblick über die bereits etablierte vielfältige Selbsthilfelandschaft im Internet und die Chancen und Grenzen ihrer Weiterentwicklung im Web 2.0- Zeitalter. Neben den oben genannten Themen wurde der Augenmerk auch auf die Frage gerichtet werden, wie das Verhältnis von "virtueller" Selbsthilfe zu "physischer" Selbsthilfe aussieht und wie eine fruchtbare Kooperation dieser Selbsthilfeausprägungen aussehen kann.

Der darauf aufbauende Workshop am 17.03.2012 richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter von Selbsthilfeorganisation, die ihren Internetauftritt fit für das Web 2.0 machen wollen. Für bereits bestehende Angebote bestand zudem Gelegenheit, vor Ort eine Qualitätsprüfung des Aktionsforums Gesundheitsinformationssystem (afgis) e. V. zu absolvieren.

Weitere Informationen: www.gesundheit-nds.de