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Cookies, Tracking, Facebook-PlugIns – Was Selbsthilfeaktive zum Thema Datenschutz im Internet beachten sollten

NAKOS-Seminar in Kooperation mit dem AOK Bundesverband am 15. April 2014 in Berlin

Der wachsame Umgang mit Problemen des Datenschutzes ist für Selbsthilfeaktivitäten im Internet von höchster Wichtigkeit. Hoch sensible persönliche Daten von chronisch kranken und behinderten Menschen und von Menschen in schwierigen Lebenslagen sind besonders schützenswert. Anbieter von Internetangeboten für die Selbsthilfe tragen ethisch-moralische Verantwortung, die Privatsphäre ihrer Besucher/innen zu schützen. Es sind geeignete Maßnahmen zur Information und Aufklärung über Datenschutzprobleme zu treffen.

Dies sind die Kernbotschaften einer von der NAKOS (in Kooperation mit dem AOK Bundesverband) am 4. April 2014 in Berlin durchgeführten Veranstaltung zur Vermittlung von Medienkompetenz. Miriam Walther, Projektmitarbeiterin bei der NAKOS, veranschaulichte anhand prägnanter Beispiele den häufig sorglosen Umgang mit Datenschutzaspekten bei Internetangeboten der Selbsthilfe. Die NAKOS vermittelt Interessierte und Betroffene an seriöse Internetforen, die hohen Standards an den Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer/innen anlegen.

Der Experte für Datenschutzrecht Jan Schallaböck von iRights.law verwies auf die besondere Schutzwürdigkeit personenbezogener Daten in der Selbsthilfe. Hier ginge es häufig um hochsensible Informationen zu Erkrankungen und Diagnosen. Die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten sei durch technische und organisatorische Maßnahmen zu schützen.

Der Vertreter von verbraucher-sicher-online, Dr. Ishii, verdeutlichte die Mechanismen einer oft unbemerkt im Hintergrund von Websites ablaufenden gigantischen Datensammelmaschinerie. Die dabei an Werbeunternehmen oder Soziale Netzwerke wie Facebook übertragenen Informationen über die Besucher/innen der Websites könnten unter Umständen dazu führen, Rückschlüsse auf die Identität der Besucher/innen zu ziehen. Damit sei dieses als „Tracking“ bezeichnete Vorgehen für die Selbsthilfe besonders problematisch. Dr. Ishii schloss mit einem Aufruf zum Selbstdatenschutz und zur Datensparsamkeit.

Zum Selbstdatenschutz wurde empfohlen, Cookies regelmäßig zu löschen, einen Verbindungsanzeiger zu nutzen, um zu erkennen, ob und an wen Daten weiter gegeben werden oder von vorneherein anonym zu surfen.

Weitere Informationen unter: www.nakos.de