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AG 4: Selbsthilfe im Fokus gesellschaftlicher Prozessse – Welche Rolle nimmt dabei die Selbsthilfeunterstützung ein?

In den letzten Jahren sieht sich die Selbsthilfe zunehmend mit Erwartungen seitens der Politik wie auch von professionellen Akteuren des Gesundheitswesens konfrontiert. Der damit einhergehende Wandel stellt auch an die Selbsthilfeunterstützung grundsätzliche Fragen. Wie positionieren sich die Selbsthilfekontaktstellen in diesem Prozess? Das Thema des von Petra Belke und Anne Kaiser (beide KOSKON – Koordination für Selbsthilfe-Unterstützung in NRW) moderierten Workshops wurde durch zwei Impulsreferate aus den Selbsthilfekontaktstellen Tübingen (Barbara Herzog) und Köln (Yvonne Oertel) eröffnet.
 
Anschließend wurden die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für die Arbeit der Selbsthilfekontaktstellen diskutiert (wie zum Beispiel Trägerinteressen, personelle Ressourcen, Förderbedingungen oder Maß der Anerkennung der Selbsthilfeunterstützung vor Ort). In diesem Zusammenhang äußerten die Teilnehmer/innen den Wunsch nach mehr Unterstützung und Wahrnehmung sowohl der Selbsthilfegruppen als auch der -kontaktstellen seitens der regionalen und der Landesebene. Vor dem historischen Hintergrund der Selbsthilfe als autonome Bürgerbewegung, die sich für ihr Mitspracherecht einsetzte, begleitete - durchaus positiv gemeint - der Begriff „krawallig“ die Arbeitsgruppe. Selbsthilfe wurde benannt als unabhängige Stelle des Bürgerwillens, als Protagonistin im Gesundheitswesen und als Motor für Veränderungen.
Aufgabe der Selbsthilfekontaktstellen sei es, das Prinzip Selbsthilfe bekannt zu machen sowie Autonomie und Selbstbestimmung der Selbsthilfegruppen zu unterstützen. Der Fokus läge dabei auf dem Gruppengeschehen. Hier habe die Selbsthilfekontaktstelle die Aufgabe, reale Begegnungen und den Austausch Betroffener zu fördern. Auch sollten Selbsthilfekontaktstellen Selbsthilfegruppen für Versuche der Instrumentalisierung sensibilisieren und ihnen „den Rücken stärken“, etwa für die Beteiligung an Gremien.

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Jahrestagung 2017: Presseinformation
Von Mensch zu Mensch
Selbsthilfe im Gesundheitswesen – menschlich, solidarisch, empathisch

Jahrestagung 2017: Presseeinladung
Pressegespräch in der Tagungsstätte am 21. Juni 2017